Projekte der Städtepartnerschaft Salzburg - Singida
Die Schwerpunkte unserer Projektarbeit liegen in den Bereichen
Gesundheit, Bildung, Selbsthilfeinitiativen von Frauen und Arbeitslosen
und in der Beschaffung von Wasser.
Abgeschlossene Projekte
Singida Urban and Regional Safe Water Project
Das bisher größte Projekt war das "Singida Urban and
Regional Safe Water Project", das von der EU und vom
Außenministerium unterstützt wurde und 2003 nach
vierjähriger Bauzeit erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Ziel
war es, für einen Großteil der Bevölkerung in Stadt und
Region Singida den Zugang zu ausreichend sauberem Wasser zu sichern.
Als Ergebnis konnte der tägliche Wassergewinn erheblich gesteigert
werden, das Wasser wurde billiger und sauber, doch der
größte Erfolg war, dass seitdem keine Fälle von Cholera
mehr aufgetreten sind. An 41 Wasserstellen kann nun sauberes, billiges
Trinkwasser gekauft werden, die Frauen ersparen sich somit den weiten
Weg, schmutziges Wasser aus verdreckten Wasserlöchern zu holen.
Die Einhebung eines angemessenen Wassertarifs, der von der
Bevölkerung voll akzeptiert wird, bringt genügend Mittel, um
die Erhaltung und Erweiterung des Wasserversorgungssystems für die
Zukunft zu garantieren.
Aufforstung und Wasserschutz
Die Bodenverhältnisse im semiariden Singida werden durch die
unterschiedlichen klimatischen Bedingungen in den verschiedenen
Jahreszeiten stark strapaziert. Die klimatischen Extreme verschlechtern
die Qualität des ungeschützten Bodens, worauf die Gefahr
bestand, dass kontaminiertes Wasser in die im Zuge des Wasserprojekts
errichteten Schächte und Bohrlöcher eindringt, wenn der Boden
starker Erosion ausgesetzt ist.
Diese Situation verlangte vorbeugende Maßnahmen zum Schutz des
Trinkwassers und des Bodens, damit der Zugang zu ausreichend sauberem
Wasser auch in Zukunft gesichert bleibt.
Schutzzonen um die Bohrungen, Brunnen, Feuchtgebiete und Teiche wurden
angelegt und eingezäunt. Durch die Aufforstung kann die
Bodenerosion eingedämmt werden und ein feuchtig-keitserhaltendes
Kleinklima erzeugt werden.
Dieses Projekt wurde zu 50% vom Österreichischen Bundesministerium
für Auswärtige Angelegenheiten mitfinanziert.




